Sturz und Vorurteil

Sonntag, 20. November 2016


Nach dem gelungenen Auftaktspiel gegen Schwarz-Weiß Neuss ging es am zweiten Spieltag gegen den RTHC Bayer Leverkusen. Bereits im Vorhinein wurde tief in der Erinnerungskiste gekramt, da sich beide Mannschaften schon zweimal gegenüber standen und wir an diese Begegnungen  eher schlechte Erinnerungen hatten.


Die erste Halbzeit begann mit sehr hohen Tempo und verlief aus spielerischer Sicht zunächst ausgeglichen. Durch das neu erprobte defensiv-System konnten die Angriffe der Leverkusener effizient abgewehrt werden und durch spielerisches Geschick der Eilendorfer Mädels hatten auch wir einige Chancen. Allerdings schwächte uns das Fehlen unserer Torwärtin Anne Mannheim doch enorm, auch wenn Sophie Tautorat ihr Bestes gab um Anne würdig zu vertreten. Auch die Mädels der Abwehr sind hier besonders hervor zu heben.

Dennoch konnte nach einem geschickten Spielzug der Leverkusener das 1:0 nicht verhindert werden. Die Führung war jedoch nicht von langer dauer. Nach einer der Ecke die von Melanie Radoch heraus gegeben wurde und von Nina Langer durch einen eleganten Schlenzer in das 1:1 verwandelt wurde, schien wieder alles offen zu sein. Nun begannen die Gegnerinnen allerdings mit einem Pressing, was zu leichter Verunsicherung bei den Eilendorfer Damen führte. Und auch die koketten Kommentare des RTHC Trainers trugen zur weiteren Anheizung der Hallentemperatur bei, so dass die erste Halbzeit mit einem 3:1 endete.

Die zweite Halbzeit war spielerisch etwas langsamer, dadurch steigerte sich die Anzahl der Zweikämpfe drastisch. Die Leverkusener gingen scharenweise zu Boden, sogar ohne das Zutun unserer Mannschaft. Wir kamen zu dem Schluss, dass die Mannschaft anscheinend noch sehr geerdet ist und wir unbedingt an unserem Schwalbentraining arbeiten müssen. Dennoch gaben unsere Mädels weiterhin alles, auch wenn diverse, zweifelhafte Schiri Entscheidungen es sehr schwierig machten, sich überhaupt noch auf das Spiel zu konzentrieren und nicht vor Wut zu explodieren. So wurden während des gesamten Spiels auch auffallend wenig Ecken  und viele Bullys verteilt.

In der zweiten Halbzeit gingen alle Ecken an die Leverkusener, doch unsere Mädchen gaben alles, konnten jedoch die 4:1 Führung der Leverkusener nicht verhindern. Das Zusammenspiel bei uns klappte sehr gut, und so gelang Nina Langer noch einmal nach guten Vorlagen das 4:2, doch der Vorsprung war uneinholbar und so verwandelten die Leverkusener in der letzten Minute noch eine Ecke in den Endstand 5:2.

Wir sind gespannt auf das Rückspiel und danken Basti nochmals für das Pfeifen!

Bericht von: Tessa

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