Taschentücher, Tätlichkeiten, Tore

Dienstag, 20. Oktober 2020

 
Letztes Pflichtspiel diese Saison, klare Erwartungshaltung: Alles rausballern, was die Beine und Feldschläger noch so hergeben. Und es war klar, der Saisonabschluss stand im Mittelpunkt. Spaß haben, Bierchen danach und keine Verletzten. Hat nicht ganz geklappt, aber später mehr dazu. Basti und Tim gaben ihr wahrscheinlich letztes Spiel beim EHC, Taschentücher waren eingepackt, das Spiel konnte losgehen. Mit dem vollen Kader, auch mit Unterstützung der zweiten Herren, deren Saison vorzeitig beendet werden musste, legten wir los wie die Feuerwehr.

Hoch pressen mussten wir gar nicht, die Bälle wurden souverän im Mittelfeld abgefangen, Bonn war deutlich verunsichert und wurde mustergültig ausgekontert. Im Gegensatz zu den bisherigen Spielen dieser Saison, belohnten wir uns folgerichtig schon in Minute 7 und 8 durch Gerret und Basti, die beide mit Sicherheit früher auch auf dem Schafott eine gute Figur gemacht hätten. Schiedsrichter Luthe und Fritz hatten alle Hände voll zu tun, stellenweise war das Spiel unnötig ruppig und von vielen technischen Fehlern und Fouls geprägt. Wir machten unsere Sache aber deutlich besser als der Gegner, auch wenn wir im Verlauf der ersten Halbzeit vorne nicht mehr so gefährlich wie in der Anfangsphase waren. Es dauert bis kurz vor der Halbzeit bis sich unser Silberrücken Willi ein Herz fasste, locker easy die ganze Bonner Verteidigung vernaschte, nur um danach noch den Goalie zu düpieren. 3:0 zur Halbzeit, es war auch verdient, hier spielte definitiv nicht der Achte gegen den Zweiten… Eigentlich war jetzt schon alles klar, 30 Minuten fehlten noch zur Winterpause. Trotzdem war das Spiel zu jeder Zeit, von einem Hauch Spannung geprägt. Da mal eine kurze Ecke, da mal eine Torchance, fliegende Schläger, zertretende Spannungskästen, alles war dabei. Nur ein Tor gab es nicht mehr. Kurz vor Schluss hätte es noch die Sensation geben können, als Innenverteidiger Tim in seinem letzten Spiel plötzlich im gegnerischen Kreis an den Ball kam, um sein erstes Tor für den EHC zu erzielen, dann aber doch die Nerven flatterten und verzog. Nur um dann ein paar Situation später vom Gegner mit einem harten Ball an den Arm aus dem Spiel genommen zu werden. Dann der Abpfiff.

Lasst uns auf dieses Jahr zurückblicken: Es war eine unglaublich schwierige Saison, nicht nur für uns im Spielbetrieb, als auch für uns als Verein. Der Großteil unseres Vereins besteht aus Studenten und lebt davon, dass wir abseits des Platzes gemeinsam verbringen und nicht nur nebenher Hockey spielen. Gerade ist das alles etwas anders. Die Gesundheit steht immer an erster Stelle, dafür sind wir als Verein auch verantwortlich. Viele Events, die uns als Gemeinschaft haben enger zusammenrücken lassen sind ausgefallen, auch das Training war eine Zeit lang ganz anders als gewohnt. Deswegen ein Dankeschön an alle in diesem wundervollen Verein, die so lange durchhalten, die weiterhin alles geben, dass dieser Verein lebt, die weiterhin zahllose Stunden ehrenamtlich investieren, damit wir Spaß haben und, was man in den letzten Wochen wieder gemerkt hat: Danke an meine Mannschaft, dass wir auch in schwierigen Zeiten immer wieder zum Spaß zurückfinden und geiles Hockey zocken können. Der EHC verabschiedet sich in die Winterpause, wenn Corona es zulässt, melden wir uns dann aus der Halle wieder. Bleibt gesund und sportlich ????

 

 

 

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